Auch B2B-Kunden schätzen Bequemlichkeit

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Am 5. März 2015 fand die zweite PROMIDIS-Weiterbildungsveranstaltung unter dem Titel „Wettbewerbsfaktor produktbegleitende Dienstleistungen“ in Oberursel statt. Die Teilnehmenden aus kleinen und mittleren Unternehmen informierten sich über Trends und diskutierten Beispiele aus Pilot- und Good-Practice-Unternehmen.

Verbraucher verlangen nach „Lösungen“
Auf besonderes Interesse der Teilnehmenden aus kleinen und mittleren Unternehmen stießen die Ausführungen von Dr. Peter Weiß zu den aktuellen Trends von produktbegleitenden Dienstleistungen: In einer Welt, in der die Digitalisierung rasch voranschreitet und das Sammeln und Auswerten von riesigen Datenmengen kein Problem darstellt, können Konsumenten mit Angeboten angesprochen werden, die ihren individuellen Gewohnheiten und Bedürfnissen entsprechen. Geschäftskunden machen da keinen Unterschied. Auch sie sind zunehmend anspruchsvoller und erwarten einen Rund-um-Service. Peter Weiß führte eine ganze Reihe von Beispielen an, die belegten, dass die im Privatbereich um sich greifenden Entwicklungen (Stichwort: SmartServices) auch auf Unternehmensorganisationen Einfluss nehmen.

Kunden die Arbeit abnehmen
Die interaktiven Workshops am Nachmittag zeichneten sich durch lebhafte Diskussionen aus. Eine Arbeitsgruppe befasste sich mit der Frage, welche produktbegleitenden Dienstleistungen denkbar und welche Ziele damit zu erreichen wären.

Arbeitsgruppe: Entwickeln und Vermarkten, Leiter: Holger Möhwald

Arbeitsgruppe: Entwickeln und Vermarkten, Leiter: Holger Möhwald

 

Die lukrativsten Dienstleistungen sind nach Meinung von Dr. Gerd Sagawe, EnviroChemie GmbH, die, die den Kunden besonders unbequeme, zeitraubende Arbeiten abnehmen. Das hieße beispielsweise, nicht nur Datenanalysen zu machen, sondern auch daraus abzuleitende Handlungsempfehlungen anzubieten, nicht nur Hilfsstoffe auf Bestellung zu liefern, sondern die Produkte rechtzeitig  aufzufüllen! Alles, was mit rechtlichen Vorschriften, Normen, Zertifizierung zu tun hat, sei für den Kunden gleichermaßen wichtig und lästig, daher ließen sich hier Unterstützungsleistungen besonders gewinnbringend platzieren.

Remotesysteme erhöhen Produktivität
Internetverbindungen erlauben es dem Dienstleistungsanbieter, aus der Ferne auf die Daten des Kunden zuzugreifen, um zum Beispiel eine Maschinenstörung frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten oder die Maschinenauslastung zu optimieren. Allerdings, so einige Teilnehmer, verhielten sich viele Kunden hier noch aus Angst vor einem möglichen „Datenklau“ zurückhaltend. Strenge Sicherheitskonzepte seien unerlässlich, um das notwendige Vertrauen zu schaffen.

Internes Know-how aufbauen oder ersetzen
In vielen Kundenunternehmen ist Fach-Know-how verloren gegangen, hier können durch entsprechende Schulungsangebote Lücken gefüllt werden. Wo es an qualifiziertem Personal beim Kunden ganz und gar fehle, seien vielleicht auch Betreibermodelle möglich, vermutete ein Teilnehmer.

Weitere Informationen zum PROMIDIS-Projekt: www.rkw-kompetenzzentrum.de/promidis, www.promidis.de

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